Pilgern nach Jerusalem

Nicht nur für Christen ist Jerusalem eine der wichtigsten Pilgerstätten. Nein, auch die beiden anderen monotheistischen Religionen haben ihre besonderen Kult-Orte. So sollte jeder Muslim den Tempelberg mit dem Felsendom besucht haben. Für die Juden ist die Klagemauer eines der Wallfahrtsziele.

Für jeden gläubigen Christen ist es der größte Wunsch, das Heilige Land mit der Ewigen Stadt Jerusalem besuchen zu können. Daher ist er bereit, viele Strapazen und Gefahren auf sich zu nehmen. Eine Pilgerreise nach Jerusalem ist beschwerlich und nicht ganz ungefährlich. Im Gegensatz zu den gut organisierten Pilgerreisen auf dem Jakobsweg ist der Pilger nach Jerusalem vielfach auf sich selbst gestellt. Man sollte sehr gründlich vorplanen, sich rechtzeitig bei den Botschaften informieren, z.B. wegen eines gültigen Visums für Syrien. Außerdem sollte man beachten, dass man einen 6.000km langen Landweg vor sich hat, bis man in Jerusalem angekommen ist.

Bequemer ist es natürlich mit dem Flugzeug. Aber „echte“ Pilger nehmen die Strapazen einer Pilgerreise auf sich. Ganz mutige schaffen es sogar mit dem Fahrrad.
Das soll jetzt aber nicht ganz so Abenteuerlustige von einer spirituellen Reise nach Jerusalem abschrecken. Fliegen ist eine gute Möglichkeit, um die wichtigsten Stätten im Leben Jesu aufzusuchen. Ein Muss ist die Grabeskirche auf dem Golgathafelsen. Weitere Orte sind u.a. der Berg Zion, die St. Anna-Kirche in der Altstadt oder der Ölberg.

Eine gut im Voraus geplante Pilgerreise nach Jerusalem wird mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Reiseveranstalter stehen mit guten Tipps zur Seite. Man sollte sich auch mit dem Auswärtigen Amt in Verbindung setzen. Dort erfährt man, wann von einer Reise nach Jerusalem abzuraten ist, denn an bestimmten muslimischen und jüdischen Feiertagen könnte die Terrorgefahr dort besonders groß sein.