Lourdes

Während der Pilger-Ort Jerusalem touristisch noch in den Anfängen steckt, erfreut sich der Wallfahrtsort Lourdes, die französische Stadt an der spanischen Grenze, seit längerem des Massentourismus. Aber was ist an diesem Ort so besonders?

Gehen wir zurück in die Geschichte: Im Jahre 1858 soll die 14jährige Müllerstochter Marie Bernadette beim Feuerholzsammeln in einer Grotte der Mutter Gottes begegnet sein. Diese Erscheinung im weißen Gewand weist das Mädchen an, das Gesicht zu waschen. Bei der Suche nach Wasser gräbt Marie eine Quelle aus, die seitdem heilende Kräfte zu besitzen scheint. Es sollen wirklich wundersame Heilungen bei Menschen beobachtet worden sein, die mit dem Wasser aus dieser Quelle in Verbindung kamen. Marie Bernadette wurde im Jahr 1933 heilig gesprochen.

Lourdes wurde zum beliebten Wallfahrtsort besonders für Kranke und Gebrechliche. Das Zentrum Lourdes wurde zum heiligen Bezirk gekürt, der ganz den Pilgern gehört. Über der Grotte mit der Wunderquelle wurde eine Kirche errichtet. In einer unterirdischen Basilika werden täglich Messen zelebriert, an denen zahlreiche Pilger teilnehmen. Und allabendlich findet die Lichterprozession statt. Die Pilger ziehen mit brennenden Kerzen durch den heiligen Bezirk. Es ist schon etwas ganz Besonderes für den gläubigen Katholiken, Lourdes zu besuchen. Vielleicht in der Hoffnung, selbst das Wunder der Heilung zu erleben. Dafür nimmt er gern lange Warteschlangen in kauf, um endlich das Wunderwasser berühren zu können.

Aber auch sonst ist Lourdes ein beliebter Ort für Touristen. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten zu erkunden. In erster Linie ist diese Stadt jedoch einer der berühmtesten Wallfahrtsorte für Menschen, die noch an Wunder glauben.